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„Als strukturdeterminierte Systeme sind wir von außen prinzipiell nicht gezielt beeinflussbar, sondern reagieren immer im Sinne der eigenen Struktur. So kann ich nicht steuern, wie meine Worte wirken: Jeder liest, was er oder sie liest, dafür trage ich keine Verantwortung! Nicht dieser Text legt fest, was Sie lesen, sondern Ihre Struktur, Ihre jeweilige Befindlichkeit. Dabei obliegt es jedoch allein mir, keinen Unsinn zu verzapfen, denn ich bin selbst verantwortlich für das was ich schreibe, bloß bin ich nicht verantwortlich für das, was Sie lesen.“
Humberto Maturana, Systemtheoretiker

Hallo Welt!

Durch blanken Zufall habe ich entdeckt, dass der Strato-Blog eine komplette Wordpress-Instanz darstellt ! Also flugs angelegt und endlich meine Idee von Trennung in Webseite und Blog angefangen.
Dieser WebLog ist also nun ein weiterer Versuch, zeitweise Ausbrüche von Schreibwut zu kanalisieren. Mehr über mich und diesen Blog findet ihr hier.
(Der Zeitstempel passt natürlich nicht! Ich habe die Zeitmarker auf falsche Zeit gesetzt, damit dieser Beitrag immer an oberster Stelle bleibt. Der Beitrag selbst ist natürlich der älteste überhaupt.)

Flickr-Mania

Ist Flickr eine Krankheit? Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Flickr seltsame Seiteneffekte auf meine Art die Welt wahrzunehmen hat. Selbst bei kleinen Spaziergängen ertappe ich mich immer häufiger dabei, die Umwelt in Bildausschnitten wahrzunehmen. Weitläufige Landschaften werden indirekt in HDR-Sequenzen zerlegt und jeder Frühblüher nach Blende und Belichtungszeit beurteilt. Die Sonnenauf- und Untergänge bei Fahrten von und zur Arbeit lassen Ärger auf die nicht mitgenommene Kamera aufkommen. Neben dem Unwohlsein, wenn man mal abends nicht zum Abrufen der privaten Mail kommt, mischt sich nun auch noch der Abruf der Flickr-Views-Statistik ?! Ich denke, es wird dringend Zeit für mich, eine Flickr-Selbsthilfegruppe zu suchen! Die Idee: Ich werde eine solche Gruppe bei Flickr gründen *grins*. Viele Grüsse an ähnliche Suchtopfer - und besucht mich mal in meinem Flickr-Space.

Lebenszeichen

Nachdem ich von mehreren Seiten darauf angesprochen wurde: Ja, mich gibts noch und diese Seite wird noch gepflegt. Ok, das Titelbild sieht wahrlich nicht nach Frühling aus - mal sehen ob mich ein kreativer Anfall zum Ändern desselben bewegt.
Habe ziemlich turbulente Monate hinter mir - die Menge an “hidden articles” spricht Bände! Leider scheint diese Sorte Turbulenz zum “Norm-Zustand” zu werden - Kompensationen sind dringend notwendig. Ein kleines solches Kompensat ist meine Foto-Wut. Diese findet eine dankbare Instanziierung in meinem Flickr-Account. Mal schauen, vielleicht kann ich das ein oder andere auch hierher verlinken.
Da ich in letzter Zeit ein paar VIP-Besucher hier in meinem Blog hatte, hier nochmal die Bitte: Nicht scheuen zu kommentieren, Kommentare müssen aber wie immer erst durch mein persönliches Redaktions-Review.

F4 wiederholt die letzte Aktion!
(aus “lessons learned of a really VIP team”, (c) 2005-2007 )

Evakuierung

Großes Kino gestern! Nach beinahe schon alltäglichem Bürochaos verhindert ein Polizist die Fahrt zum Mittagessen: Lapidare Begründung - ne gefundene Bombe auf der Baustelle gegenüber. Flaxend und scherzend den Bäcker überfallen und zu Fuss wieder zurück. Langsame Erkenntnis, dass alle Feldwege um uns herum nur noch rauswärts befahren werden! Verdichtendende Gerüchte, aufwallende Emotionen. Wir schauen zu, wie die Nachbargebäude geräumt werden. Einzelne Kollegen finden nach dem Essen zu Fuss über Schleichwege zurück zu uns - nachdem der Transfer-Bus am Eingang des Viertels gestoppt worden war! Die Nachrichten dieser Kollegen sind nicht gut: Räumung auch der Wohnblocks in umittelbarer Umgebung. Plötzlich ist wirklich Polizei in userem Flur! Also räumen auch wir - hektisches Zusammensammeln aller Laptops, Schlüssel, Handies - alles was man so in Mittagspause im Büro liegenlässt. Hektischer Aufbruch und Aufteilung der “Gefundenen Sachen” auf dem 2km entfernten Campus. Aufteilung auf Besprechungsräume, ich nutze die Gelegenheit und verabschiede mich ins Homeoffice. Der Rest: Sensationslüsternheit und trotzdem arbeiten - wie blöd von mir ! Die Bombe selbst (100 Zentner) widersteht einem Sprengversuch, lediglich der Zünder verbrennt! Nach etlichem Zögern und einem heftigen weitreichendem Verkehrschaos folgt Entwarnung. Am nächsten Morgen erinnert nur noch ein völlig ausgekühltes Büro (offene Fenster, Druckwelle) an die Turbulenzen … Film oder Realität ?! Ich könnte fast unsicher werden …

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sofortiges Wohlgefühl aber seltsame Stadtführung, Bedürfnis nach Gespräch unterbunden bzw. unterbrochen von hilflos historisch lustigen Anekdoten aus der Arnstädter Biergeschichte.

Umherwandern in Arnstadt (Markt, Bachkirche, Hopfenbrunnen, Zimmerstrasse, Ried, Pfarrhof, Markt)

Hoffen auf die Story aus der Neuzeit – leider kommt sie nicht.

Traue mich nicht den historischen Exkurs durch triviale Erinnerungsgespräche zu unterbrechen.

17:30 Hof in POS I

wahnsinnig tolle Idee, mit einem Kloß im Hals betrete ich den backsteingeschwängerten Kastanienhof – da ist es wieder dieses Gefühl nach Schule, Obrigkeit verbunden mit roten Backsteinen und der Gewissheit dass dies alles eigentlich „was wert war“.

Eifriges Gewusel in versucht gleicher Aufstellung auf der Eingangstreppe wie vor 20 Jahren. Wie später betrachtete Fotos beweisen: völliger quatsch und total falsch! Trotzdem sind wir eigentlich ergriffen …

Blitzwütiger überfall auf den Hausmeister: er muss ein Foto nach dem anderen von uns auf der Treppe schießen.

Milchkeller – völlig unbegründeter Geruch nach Kirschmilch - olfaktorische Erinnerungen …

Der Diskokeller ist ein Bücherstapel und heute viel zu klein um sich eine romantische Disko-Demmel-Ecke vorstellen zu können.

Schöne Bilder von der klasse auf der Milchtreppe.

Besuch mehrerer Klassenräume: Kunst, Lehrerzimmer, Sekretariat, Physik,

Gipfel Chemieraum: PSE hängt immer noch, Energiepult ist gegen kümmerlichen ersatz ausgewechselt. Diskussionen, wer sass wo, endgültige Sitzprobe wird leider nicht durchgeführt.

Essenraum (mit Geruch nach Erbsensuppe - wirklich !), Turnhalle, …
… mehr im 2.Teil

WM Halbfinale ‘06

04.07.06 Halbfinale WM ‘06 in Dortmund

… ich allein in Dachtel
… kollektiver, medienaufgeputschter Taumel der Deutschen
… neues Selbstbewußtsein im schwarz-rot-goldenen Flaggentaumel
… ich kann teilweise vor Spannung nicht hinsehen
… in Dachtel erschreckende Stille, sind wohl alle auf dem Schlossplatz in Stuttgart
… ich befürchte Niederlage, hoffe aber auf den alles entscheidenden Schuss
… die Italos sind konsequenter, mehr im gegnerischen Feld, die Deutschen zeigen einzelne geniale Züge, Abschlüsse fehlen jedoch
… Medien schreien nach Finale - hier wird geputscht ohne Ende
… ich bin nicht nach ST gefahren, obwohl ernstlich vorgenommen - vordergründige Grund Hitze,
… ich sehe ja nichts hintergründig: sehen, hören, fühlen - ich will keine Hitze und Nicht-sehen-können
… Halbzeit 0:0 ich sehe die Bilder im Fernsehen 50TSD in ST - nur gut ohne mich,
… s’geht weiter …. Verlängerung erste Halbzeit: immer noch 0:0
… D im Riesenglück, mehrere 100% Chancen für IT,
… 0 Chanchen für D schon wieder 11Meter?
… Niemals geht das gut !! Macht doch bitte das Tor !!
… 108min Lahm vorbei –Wahnsinn ich nage am Tuch .. …
… was passiert mit D-Aufbruchseele wenn wir im 11Meter verlieren ?
… warum stelle ich negative Fragen ?!
… 110min IT marschiert … Klose gegen Nevielle
… 110:45 schon wieder gegen Torwart, am Boden
… 111 Riesenchance deutscher Wahnisnn !!!! Scheiss Pässe …
… 113 schon wieder Gefahr … Glück Lehmann … IT versucht einzuschläfern
… 115:44 mach doch rein !! meine Nerven … Klinsi ohne lächeln ..
… 117 “steh auf wenn” .. Lehmann hält, Ecke IT
… 118 !! Tooor IT
… 119 vorbei ….
… 120:05 2:0 für IT, DT ist raus … aus und vorbei !!!!
… Reporter: “Dortmund feiert die Geschlagenen”
… Musik: “You never walk alone” … Klinsi-Tränen … keine Raketen in Dachtel … Anerkennung … auch von mir …

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    Umwege fördern die Ortskenntnis (vietnamesisches Sprichwort, ???)

    Geschützt: last exit AH …

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    Der Glaube ist einfacher als Sterben (”Red Planet”, 10/2005 )

    Das Leben ist nur ein Traum auf dem Weg zum Tod. (”The Crow”, 08/2005)

    Warum haue ich mir ständig mit dem Hammer auf den Kopf ?! Weil es so schön ist, wenn der Schmerz nachlässt ! (Grey’s Anatomy, 2005)

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    Geschützt: Advents-Ende 2004 …

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    Dummheit und Glück werden im Universum zu ungleichen Teilen verstreut. (Andromeda Ascendence, 2004)

    Dora’s Beerdigung

    So, nun hab’ ich’s also geschafft: Bin wieder zurück von Doras Beerdigung. Ich spüre noch immer den seltsamen, überheblichen Stolz, die Familie vertreten zu haben. Ich glaube, ich war mal wieder mehr damit beschäftigt über mein Bild von aussen, als dem eigentlichen Anlass zu reflektieren…
    Die Fahrt nach Merl war iregndwie Adventure, Spielen mit dem Navi, Essen im Hunsrück, Eintreffen in Merl - regelrechte Bewunderung und Freude über die herbstbunten Weinberge. Alles ist irgendwie kleiner und dörflicher als in meiner Erinnerung.
    Luise sieht schlimm aus, dasselbe Kopf-Vorstrecken, die Altersgebeugtheit wie bei Ma mischt sich mit absoluter Vergesslichkeit. Ich habe nicht das erste Mal heute den Eindruck, dass Luise irgendwie neben der Realität steht. Trotzdem glaube ich ihr den herzlichen Empfang und bin beschämt über ihre gläubige Art mit der Situation fertig zu werden.
    Nach und nach treffen Bekannte und Freunde ein, ich werde das Gefühl nicht los als Fremdkörper betrachtet zu werden. Zeitgleich ertappe ich mich das erstemal heute, darüber nachzudenken, ob auch ich einmal einen solchen Freundeskreis bei meinem “Fortgang” um mich zuwissen.i
    Die Messe war wirklich schön, nicht wirklich kitschig, irgendwie Dora gerecht. Ich überlege jetzt noch, ob die Kirche aus Tradition oder wg. Dora so voll war. Nach der Messe war ich über den Rosenkranzgang zum Friedhof mit vielen Leuten und dem Kreuz voran dankbar. Die Masse half zu konzentrieren, kanalisierte die Trauer. Jetzt erst bemerkte ich die irgendwie unwirklich schöne Umwelt: Novembergraue Sonne, goldgelbes Weinlaub, idylische Mosel und ein Friedhof, wie sich kein Romantiker denken konnte. Es ist makaber, aber ich fand diese Art der letzten Ruhe tatsächlich schön. Wieder die sehr egozentrische Frage: “Wie mag das bei mir aussehen ?”
    Das Kaffeetrinken “danach” war gesellschaftlicher Frust vom Feinsten. Da ich niemenden kannte und alle Konversation als körperlichen Zwang empfand, machte ich mich nach 30min aus dem Staub - Flucht auf die Autobahn.
    Die Heimfahrt ist nur noch ein nebulöses, kräftezehrendes Dahingleiten in meinem Kopf: Schneeschauer, verkrampfte Hände am Lenkrad, Suche nach der Fahrbahnmarkierung und das Wisssen, viel zu schnell zu sein…
    Die Zeilen hier zeigen, dass ich ankam. Da ich irgendwie vom Kopf her nicht wirklich berührt bin, das Schreiben mehr ein kopfgetriebner Befehl als bauchechtes Bedürfnis ist, mache ich lieber Schluss …

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    Was nun ?!

    Anfängliche Begeisterung: Warum antwortet mir eine solche Frau ? Bin erstaunt über meine eigenen überschwenglichen Antworten. Anfängliches Geplänkel … Namen, Wer, Was … Beginnende Zweifel: Kosmetik und Disko ?! Warum kommen immer mittags Antworten ? Dabei gefällt mir das Profilbild wirklich !! Was soll ich antworten, wie viel von mir preisgeben ? Zu welchem Preis ?!

    wie immer:
    der Unentschlossene …

    Geschützt: Raining …

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    Geschützt: Trauriger Start

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    Je mehr man etwas liebt, um so eher verliert man es! (”Lost in space”)

    Manchmal ist es falsch das Richtige zu tun - ist dann aber das Richtige noch das Richtige ? (JWE, ???)

    Alles ist wie immer, nur schlimmer ! (Bernd das Brot, 2001)

    Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die Spirale. (Udo Weidenhammer, 80′er)

    Nacht’s ist’s kälter als draussen. (Udo Weidenhammer, 70′er)